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Heidi Weitmann Landesfrauenwartin
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Herta Gal: Ein Frauenlehrgang ist eine Frauenfördermaßnahme um die Karatefrauen zu unterstützen und vorwärtszubringen. Erstens sollen Sportlerinnen und Trainerinnen durch diese Zusatzveranstaltung im technischen Können gefördert werden. Es ist auch noch lange nicht selbstverständlich, dass eine Frau als Trainerin vorne steht. Das ist für viele Teilnehmerinnen ein besonderes Erlebnis mit Vorbildfunktion. Deswegen wird bei Frauenlehrgängen häufig eine weibliche Trainerin engagiert. Zweitens sollen die Frauen sich als große Gruppe empfinden, als kompletter Lehrgang. Das ist ein Gefühl, das im durchschnittlichen Dojo nicht erlebt werden kann, weil Frauen in der Minderheit sind. Und drittens soll es eine Veranstaltung sein, die die Frauen zu weiterem, möglichst lebensbegleitendem Karate-Training motiviert. Die Zahl der weiblichen Mitglieder im DKV soll erhöht werden, das ist das wichtigste langfristige Ziel.
Anette Christl: Ich denke, es ist auch wichtig, dass die Frauen sich einmal treffen und mit Frauen aus anderen Vereinen austauschen können. Ost ist es so, dass einige, wenige Frauen zusammen in einem Verein sind, und sich - unter den ganzen Männern - allein und isoliert vorkommen. Aber wenn sie sehen, aha, ich habe dieses Problem oder das andere Problem bei mir im Verein, und in anderen Vereinen geht es den Frauen genauso, das ist generell gut. Dann können die Karate-Frauen sich austauschen, und auch zusammen zu Problemlösungen kommen. Wo immer auch diese Probleme gelagert sein mögen; oder Schwierigkeiten im Training. Das klappt bei mit nicht, klappt das bei dir auch nicht? Es ist immer besser, mit mehreren zu sprechen als immer nur zu viert zu reden. Das ist ganz wichtig und die Teilnehmerinnen reden auch sehr viel miteinander beim Frauenlehrgang.
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